Marie Buchinger

Marie Buchinger ist das Pseudonym der Autorin Diana Menschig (*1973). Sie lebt und arbeitet am Niederrhein, wo die höchsten Erhebungen Autobahnbrücken sind. Da sie aber Berge sehr mag, hat sie 2006 auf der „Maratona dles Dolomites" ihr Herz an diese sagenhafte Region verloren.

Wie sich das in den Siebzigern gehörte, haben ihre Eltern sie mit Italien-Urlauben sozialisiert – wobei eine ihrer lebendigsten Erinnerungen ist, mit nackten Beinen an den Kunstledersitzen des Autos klebenzubleiben. Geblieben sind außerdem die Liebe zu Eis und Mulino-Bianco-Keksen sowie Neugier auf die Geschichte Norditaliens und der Alpenregion.

Ein Tal in Licht und Schatten

Fernab vom Weltgeschehen Anfang des 20. Jahrhunderts wächst Elisa als lang ersehnte Tochter wohlbehütet im Kreise ihrer vier Brüder im Gadertal auf. Eines Tages übernimmt eine italienische Familie den Nachbarhof. Elisa freundet sich mit Vito an, der für sie zunächst nur ein weiterer liebenswürdiger Bruder ist, der ihr die Welt jenseits der Dolomitengipfel näherbringt.
1914 bricht der Krieg aus. Elisa muss mit an­sehen, wie ihre Brüder in die Schlacht ­ziehen. Das Leben wird härter, die Frauen sind auf sich allein gestellt. Mit dem Kriegseintritt Italiens im Mai 1915 verläuft die Front plötzlich vor der Haustür. Jetzt muss auch Vito sich entscheiden: Er ist in der Toskana aufgewachsen, seine Mutter Italienerin.
Doch sein Vater hat das Südtiroler Erbe wachgehalten, und seit er hier lebt, haben die Dolomiten ihren Zauber gewirkt. Wohin gehört er?
Als Vito Abschied nimmt, erkennen beide, was sie füreinander empfinden. Und während Vito mit der Frage ringt, welche Seite er verraten soll, muss Elisa nicht nur um die Existenz ihrer Familie, sondern auch um diese Liebe kämpfen.

Droemer Knaur, 2016
Erschienen als e-book, Paperback